Nepp bei Sterbegeldversicherung

Seit Jahren raten Experten von der sogenannten Sterbegeldversicherung ab. In der Regel sind diese viel zu teuer, und bieten zu wenig Kundenfreundlichkeit. Experten raten immer wieder, das sich eine solche Versicherung nur rechnet, wenn man sie mit jungen Jahren abschließt. Wer dagegen zu spät einsteigt zahlt in vielen Fällen drauf. Und da beginnt der Teufelskreis, die junge Generation beschäftigt sich nicht mit dem Thema “Sterben”, ältere Generationen dagagen schon.

Im Prinzip sind Sterbegeldpolicen aufgebaut wie Kapitallebensversicherungen. Stirbt der Versicherte, zahlen die Anbieter die vorher vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Allerdings fließt nur ein Teil in das Sparvolumen, der Rest wird für Verwaltung und Risikoschutz verwendet. Im Test betrug die Sterbegeldsumme die ausgezahlt wird 5.000 Euro, die Beitragslaufzeit war mit 20 Jahren berechnet.

Fast immer sind die Sterbegeldversicherungen zu teuer. Grund: Der Anteil der Risikoabsicherung im Beitrag ist zu hoch. Selbst beim günstigsten Tarif müsste ein 65-jähriger Mann für eine garantierte Versicherungssumme von 5000 Euro im Laufe von 20 Jahren insgesamt 7245,60 Euro einzahlen.

Viel günstiger kommt man weg, wenn man jeden Monat 25,00 Euro selbst anlegt, z.b. auf einem Festgeldkonto mit einer festen Verzinsung. 20 Jahre á 12 Monate zu je 25,00 Euro macht dann satte 6.000 Euro zzgl. dem Zinsgewinn. Bei dieser Variante fällt allerdings der Risikoschutz raus, das heißt wenn sie früher Sterben, haben Ihre Hinterbleiben nur den Zugriff auf das bis dahin angesparte.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine preiswerte Risikolebensversicherung mit niedriger Versicherungssumme. Im Risikofall, also bei Ihrem Ableben, wird die vereinbarte Summe ebenfalls ausgeschüttet, die monatlichen Beiträge sind dennoch geringer als bei der Sterbegeldversicherung.

Mit der Sterbegeldversicherunge wurde also mal wieder ein Produkt geschaffen, das man nicht unbedingt braucht, dennoch wurde dieses durch Werbung und Versicheurngsvertrweter erfolgreich am Markt eingeführt. Dabei geht es mal wieder nur um eins: Ihr Geld.