Hypo Real Estate könnte Steuerzahler weitere 200 Millionen kosten
Die Aktionäre der Hypo Real Estate Bank wollen möglicherweise vor Gericht Schadensersatzzahlungen von mindestens 200 Millionen Euro durchsetzen. Da die Bank fast komplett verstaatlicht wurde, müsste der Steuerzahler erneut tief in die Tasche greifen:
Am kommenden Donnerstag ( 6.8.2009 ) soll vor dem Münchener Landgericht ein Schadensersatzantrag verhaldelt werden. Hinter dieser Massenklage steht ein Fond mit mehreren tausend Anlegern. Diese Anleger werfen dem Ex-Vorstand der Bank vor, Risiken verschwiegen zu haben. Sollte die Klage erfolg haben, müsste der Bund diese Ansprüche bedienen, was wiederrum den Steuerzahler belastet, da wie schon erwähnt die Bank fast komplett verstaatlicht wurde. Beim Niedergang der HRE Bank hatten Aktionäre mehrere Milliarden Euro verloren.
Rückblick:
Die HRE Bank wurde im Herbst 2008 im Zuge der Finanzkrise durch mehrere Hilfspakete vom Staat gestützt. Insgesamt flossen bisher 100 Millionen Euro in die Bank. Um weitere teuere Rettungsmaßnahmen zu vermeiden, hatte der Bund ca. 90 Prozent der Anteile übernommen und die Bank damit weitgehend verstaatlicht.