Deutsche Bank: 1 Milliarde Gewinn, stabil durch die Krise

Die Deutsche Bank hat die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, und gibt bekannt, das in diesem zweiten Quartal ein Gewinn von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Doch der Schein trügt:

Die Deutsche Bank hat im Vergleich zu anderen deutschen Banken die Krise relativ gut überstanden. Doch es gibt auch Einschnitte. Das Privatkundengeschäft, welches eigentlich immer als Stabilitätsanker dienen sollte, brach ein. Immer mehr Schuldner können wegen der steigenden Arbeitslosigkeit und Unternehmenspleiten ihre Raten nicht mehr zahlen. Die Deutsche Bank versiebenfachte daher ihre Risikovorsorge.

Der hohe Gewinn wurde durch die Sparte Investmentbanking erzeugt, das Geschäft mit Anleihen und Währungen lief vielversprechend. Viele Firmen und Staaten geben derzeit Papiere und Zinzprodukte aus, um den eigenen Kapitalbedarf zu stillen. Die Deutsche Bank handelt mit diesen Papieren und Zertifikaten und verdient durch die Beratung.

Ebenfalls wurden fast alle Industriebeteiligungen abgestoßen, und dadurch ein weiterer Gewinn erzielt.

Im Vergeleich zu anderen Banken ist die Deutsche Bank dennoch relativ unbeschadet durch die Finanzkrise gekommen. Auf große Stellenstreichungen und Einsparungen konnte bisher zum Glück verzichtet werden.