Auskunfteien wie Schufa haben oft falsche Daten

Oft entscheiden Unternehmen wie die Schufa ob jemand als kreditwürdig angesehen wird und ob dieser beispielsweise eine Wohnung mieten kann.

Eine aktuelle Studie besagt nun, das die Firmen oft falsche oder veraltete Daten verwenden. Das kann ärgerliche Folgen für jeden Bürger haben.

Ein kleines Beispiel aus der Praxis: Ein Kunde möchte bei einem Mobilfunkanbieter einen neuen Vertrag abschließen. Der Mobilfunkanbieter wendet sich an die Schufa, um zu prüfen welches Girokonto der Kunde hat. Die Schufa meldet zurück, das der Kunde kein Konto hat. Das ist sehr ärgerlich, aber vielleicht hat der Kunde gerade ein neues Konto eröffnet, oder hat schlichtweg eines das der Schufa nicht bekannt ist. Somit vergibt der Mobilfunkanbieter den Vertrag nicht, da er sich auf die Schufa verlässt, und zum Vertragsschluss ein Girokonto fordert.

In der Studie haben 100 Kunden bei verschiedenen Auskunftsdiensten eine Selbstauskunft angefordert. 25 von diesen Auskünften enthielten Fehler wie bereits gekündigte Handyverträge, falsche Girokonten und nicht existenten Kreditkarten.

Im Ernstfall können solche Fehler dazu führen, dass Verbrauchern Kredite, Mietverträge und Ratenzahlungen verweigert werden.

Wer erlebt, dass ihm ein Kredit oder ein Vertrag verweigert wird, sollte unbedingt nachfragen, woher die Infos zur Bonität genau stammen.

Die Schufa wollte sich nicht zu der hohen Fehlerquote äußern, so lange die Ergebnisse der Studie nicht offiziell vorgestellt wurden.